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Schilddrüsenchirurgie
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Schilddrüsenchirurgie

Eine alte Liebe noch aus meinen Lehr- und Oberarztjahren am Inselspital. Dann folgte eine große und breite Erfahrung als Leiter der Endokrinen- und damit auch der Schilddrüsenchirurgie in Berlin mit der Verantwortung für über 300 Operationen pro Jahr.

Schilddrüsenerkrankungen im Überblick

Die meisten Eingriffe an der Schilddrüse betreffen normale Strumen (Struma) oder auch Kröpfe (Kropf) genannt. Früher (in der Schweiz bis in die 80iger Jahre) sah man noch die Riesenkröpfe als Folge von Jodmangel. Diese sind seit der Kochsalzjodierung selten geworden. Dafür nimmt der Schilddrüsenkrebs und damit die Krebschirurgie eher zu, wobei zu bemerken ist, dass Schilddrüsenkrebs zwar schon im jungen Erwachsenenalter vorkommen kann, aber heutzutage eine günstige Prognose aufweist.

Weitaus die meisten Patienten mit Schilddrüsenkrebs werden entweder mit der Entfernung der Schilddrüse (sogenannte Thyreoidektomie oder Hemithyreoidektomie) allein oder  in Kombination mit Radiojodtherapie geheilt. Schnell wachsende Knoten der Schilddrüse aber, insbesondere im Alter 60+ sollte sehr dringlich (besser in Tagen als Wochen) beurteilt werden, weil es im höheren Alter sehr bösartige Krebse der Schilddrüse gibt.

Die weitaus meisten Operationsindikationen stellen aber die gutartigen Knoten der Schilddrüse (Struma nodosa) dar. Diese verursachen mit der Zeit und Wachstum lokale Symptome wie Druckgefühl, Schluckstörungen, Schmerzen.

Ein weiterer häufiger Operationsgrund stellen die Überfunktionen der Schilddrüse (Hyperthyreose, M.Basedow) dar.

Die Schilddrüsenoperation

Schildrüsenoperationen mache ich häufig und gerne. Ich mag die „Welt“ des kleinen Operationsgebietes unter der Lupenvergrößerung. Für mich eine Art meditative Handlung.
Lokal ist die Schilddrüsenchirurgie zwar agressiv (man will spätere Zweiteingriffe möglichst vermeiden) aber sehr fein und minutiös. Die persönliche Entwicklung in den vergangen Jahren betraf vor allem das kosmetische Ergebnis der Narbe (nur noch wenige cm) und den Erhalt der Nebenschilddrüsen.

Nach der Schilddrüsenoperation

Schildrüsenchirurgie ist sicher, wenig belastend (ähnlich einer milden Angina für 2-3Tage) und die Patienten erholen sich innert Tagen. Bleibende Stimmbandnervenverletzungen (Nervus laryngeus inferior) sind äußerst, vorübergehende sehr selten.

Bei Totalentfernung der Schilddrüse muss vorübergehend (6-8 Wochen) in 8-10% und bleibend in 1-2% der Fälle die Nebenschilddrüsenfunktion (Parthyreoidea) ersetzt werden. Singen oder andere Tätigkeiten, welche die Hochtonstimme beanspruchen aufgepasst! Es gibt noch einen zusätzlichen Nerven zu schonen, den Nervus laryngeus superior. Wie der identifiziert und geschont wird, hat meine Gruppe in Berlin in einer Arbeit beschrieben.

Kontakt

Dr. med. Jörg Zehetner
Professor (USC)
MMM, FACS, FEBS (hon.)

PD Dr. med. Rudolf Steffen

Facharzt FMH für Chirurgie

Schänzlihalde 1
CH-3013 Bern

T +41 (0)31 312 61 12
F +41 (0)31 312 61 11