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Kolonchirurgie
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Kolonchirurgie, Divertikulitischirurgie, Dickdarmkrebs-Operationen

Die Dickdarmchirurgie gehört wie die Übergewichts- (und damit der Magen-) , Leber- und Schilddrüsenchirurgie zu meinen Kernkompetenzen. Meine langjährige und internationale Erfahrung fundiert auf einer soliden Ausbildung unter Prof.W.Hohenberger, Erlangen, Deutschland. Die erlernten Prinzipien der Chirurgie und insbesondere der Krebschirurgie haben nahtlos Eingang in die laparoskopische Chirurgie gefunden. Es war für mich ein besonderes Privileg als voll ausgebildeter Viszeralchirurg mit Lehrauftrag an der Freien Universität Berlin die Pionierzeit der laparoskopischen Chirurgie mitzuerleben und mitzutragen.

Überwiegend laparoskopische Eingriffe in der Kolonchirurgie

Zahlenmäßig ist die Kolonchirurgie aktuell der zweithäufigste große viszeral-chirurgische Eingriff meines Spektrums. Über 90% der Eingriffe am Darm erfolgen laparoskopisch, sowohl für die Krebschirurgie als auch die Divertikulitischirurgie.

Ich habe 1993 mit der laparoskopischen Kolonchirurgie begonnen, die Eingriffe sind exakt strukturiert und laufen immer nach den gleichen Routineschritten ab. Seit 10 Jahren mit der gleichen Assistenz, standardisierten Instrumenten und OP Infrastruktur. Das bedeutet Sicherheit und Effizienz für die Darmchirurgie. Ohne Hast dauern heute die laparoskopischen Eingriffe kaum mehr eine Stunde.

Risiken in der Kolonchirurgie

Es ist Aufgabe des Chirurgens den Patienten die Risiken eines Eingriffs zu erklären. Für die laparoskopische Kolonchirugie sei an dieser Stelle nur die Wichtigsten erwähnt: Anastomosenlecks sind gravierend und lebensgefährlich aber glücklicherweise sehr selten. Blutungen sind häufiger aber weniger gefährlich. In der persönlichen Erfahrung nie in den Bauch sondern in den Darm hinein. Diese sind meistens selbst limitierend. Wir überwachen die Patienten in den ersten 24h intensiv und wenn eine anale Blutung nicht von selbst aufhört, steht rund um die Uhr ein gastroenterologischer Notfalldienst zur Verfügung.

Von 2005 bis 2016 habe ich persönlich 522 Dickdarmoperationen durchgeführt und dabei nur drei gravierende Komplikation in Form eines Anastomosenlecks mit Patienten durchstehen müssen. 93% aller Dickdarmoperationen waren laparoskopisch.

Von 2008 bis 2016 habe ich 96 Operationen wegen Mastdarmkrebs durchgeführt, davon waren 78% laparoskopisch möglich.

Vorteile der laparoskopischen Chirurgie

Im Grunde genommen ist die laparoskopische Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) bloß eine  Zugangsvariante zum kranken Organ. Dies ist aber von größter Bedeutung für den Patienten, das kann man nicht genug betonen. Es ist nämlich der große Bauchschnitt und nicht der Eingriff am Organ selbst, welcher die Patienten belastet und krank macht. Der Schnitt tut weh, bremst deswegen die Atmung mit Lungenentzündungen als Folge. Narbenbrüche, Platzbauch, Wundinfekte, Verwachsungen, Verletzungen von Nachbarorganen, insbesondere der Milz sind alle zugangsbedingt und kommen nach laparoskopischen Eingriffen in weitaus geringerem Ausmaß vor, eigentlich sind sie fast gänzlich verschwunden.

Die Vorteile der laparoskopischen Chirurgie sind derart deutlich, dass ein Patient beim Aufklärungsgespräch, seinen Chirurgen - sofern der laparoskopische Eingriff nicht von vornherein geplant wird -  darauf hin ansprechen und ihn nach seiner Erfahrung fragen sollte.

Laparoskopisch operierte Patienten können zwischen 3 und 5 Tagen nach dem Eingriff wieder nach Hause. Die Rekonvaleszenz wird um mehr als die Hälfte auf rund einen Monat verkürzt, da kaum ein Wundschmerz zu beklagen ist und die Bauchwand voll belastet werden kann.

Für Patienten mit Dickdarmkrebs und Mastdarmkrebs empfehle ich die gleichnamige Broschüre der bernischen Krebsliga (www.bernischekrebsliga.ch).

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von PD Dr. med. Rudolf Steffen
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Kontakt

Dr. med. Jörg Zehetner
Professor (USC)
MMM, FACS, FEBS (hon.)

PD Dr. med. Rudolf Steffen

Facharzt FMH für Chirurgie

Schänzlihalde 1
CH-3013 Bern

T +41 (0)31 312 61 12
F +41 (0)31 312 61 11